Georgien 2012

                                                                                                                                 

 

 

Tag 4

 

So, 13.05.12 Das Frühstück bietet jeden Morgen etwas Anderes. Mal fehlt die Milch, mal sind die Gebäckteilchen „angeknabbert“, aber im Improvisieren ist man gut und so kommt schließlich jeder auf seine Kosten. Die Gruppe hat sich beim Frühstück zusammengefunden und schon bald treffen auch unsere Reiseführer für die Tour ein: David, Bukhuti und Lela.

 

    

 

    

 

Wir fahren für 2 Tage in den Norden in den großen Kaukasus, zum Fuße des Kasbek, nach Stepantsminda – die Region heißt Chewsuretien. Mit 2 Fahrzeugen begeben wir uns auf die Georgische Heerstraße und fahren zunächst an Mzcheta vorbei. Dann kommen wir zum Jinvali-Stausee und besichtigen dort die Festung Ananuri (14. Jh.). Hier, wie an fast allen Sehenswürdigkeiten, werden traditionelle Handwerkswaren angeboten.

 

 

    

   

 

   

 

   

 

 

Weiter geht es Richtung Kreuzpass, dort legen wir eine erste Kaffeepause ein. Wir fahren durch Gudauri und das angrenzende Skigebiet, was z.Z. keinen hübschen Anblick bietet, die Straßen sind schlecht und die großen Lkws quälen sich die Berge hinauf, um ins russische Wladikavkas zu kommen.

 

    

 

Am russisch-georgischen „Freundschaftsdenkmal“ ist der nächste Fotostopp. Die Temperaturen hier am Kreuzpass, 2.395 m hoch, sind niedrig und wir sind froh, dass wir unsere Fleece-Kleidung dabei haben.  

Am späten Nachmittag erreichen wir Stepantsminda, die letzte größere Ortschaft vor der russischen Grenze und kommen dort in einem „Hotel“ der University of Alpine Ecology unter. Unsere Zimmer sind ganz gemütlich.

 

   

 

   

 

Weil das Wetter langsam besser wird, beschließen wir, einen Abstecher in die Darial-Schlucht zu machen. Wir fahren bis zur Grenze und besuchen das z.Z. in Renovierung befindliche Kloster, von denen es in Georgien Hunderte gibt, wie wir später noch feststellen werden. Hier ist jeder Mönch auch Bauarbeiter.

 

   

 

 

 

     

 

Vor dem Kloster treffen wir einen Griechen mit Jeep und großem Anhänger, mit dem wir kurz ins Gespräch kommen. Er ist auf dem Weg von Athen nach Peking. Jetzt versucht er gerade aus Georgien herauszukommen – was sich doch als einigermaßen schwierig herausstellt - um seine Frau in einem der sich anschließenden Länder zu treffen und den letzten Teil der Reise mit ihr gemeinsam zu verbringen..

 

     

 

Ein landschaftliches Highlight soll es heute noch geben, wir wandern zum Wasserfall Gveleti.

 

   

 

Etwas erschöpft gelangen wir dann mit unseren Reisebegleitern zum Hotel und schon bald wartet das Abendessen auf uns. Nach kurzen Ärger über ungenügende Menge an Speisen wird nachgelegt und schon bald geht die Gruppe zum gemütlichen Teil der anbrechenden Nacht über…

 

Tag 5

 

Mo, 14.05.2012 Das Wetter ist durchwachsen, es soll aber tagsüber besser werden und so fahren wir in Richtung Kreuzpass zurück, um dann ins Sno-Tal abzubiegen. Hier wurde der derzeitige georgische Patriarch geboren. Eine Statue von Wachtang Gorgassali erinnert an dessen Bedeutung für den Ort. Wachtang vertrieb im 5 Jahrhundert die Perser und gründete die heutige Hauptstadt Tiflis (Heiße Quellen).

 

             

 

Zunächst unternehmen wir einen Rundgang durch den kleinen Ort  (bewundern eine Schülerin, die trotz der Sumpfpiste ihre weißen Turnschuhe unbeschadet durch den Ort bringt), bevor wir zur Wanderung ins Chauki- Massiv aufbrechen. Das Wetter ist richtig schön geworden, die Sonne scheint aus allen Löchern.

 

   

 

   

 

   

 

    

 

 

Gehalten wird in dem kleinen Ort Djuta, zu dem wir auf nicht ganz leichten „Strassen“ gelangen. Nach der Wanderung durch das Hochtal legen wir eine Pause ein und die Gruppe bereitet sich ein leckeres Picknick, dass in der Sonne liegend verzehrt wird. Pünktlich zum Ende des Picknicks bezieht sich der Himmel und es beginnt zu regnen.

 

     

                      

     

 

Als wir in Stepantsminda in unserer Unterkunft ankommen, dauert es nicht lange, bis die ersten zu Fuß in Richtung „Zentrum“ aufbrechen. Wir schauen in der Bäckerei den Jungs über die Schulter und sehen uns auch den örtlichen Kunstladen an. 

 

            

 

Bald aber sitzen wir im 1. Restaurant am Platz. Es gibt Kaffee und Chacha (Schnaps) und noch einige Kleinigkeiten zu Essen. Später wird Jürgen aus HH "zu uns gesellt", er ist mal mit dem Bus, mal mit dem Zug unterwegs, aber immer nah an den Leuten dran. Er berichtet von seinen Reisen und muss natürlich mittrinken. Später geht es dann ins „Hotel“, Abendessen und nicht so bald ist Nachtruhe angesagt... (Am nächsten Morgen dann die „Rechnung“!)

 

     

 

 

Tag 6

 

Di, 15.05.2012 Die Sonne strahlt vom Himmel und die Temperaturen sind angenehm. Nachdem wir uns am Frühstücksbuffet gelabt haben und die Kopfschmerzen nachlassen, steigen wir in die Autos und es geht zum Fuße der Dreifaltigkeitskirche „Zminda Sameba“. Erst wandern wir durch einen Ortsteil von Stepantsminda, dann geht es auf der Fahrstrasse zur Kirche bergauf. Einige Jeeps mit russischem Kennzeichen stehen am Wegesrand. Ihre Besitzer haben hier wohl die Nacht verbracht und von weitem können wir sehen, das die „W“- Flaschen auf den Campingtischen stehen. Weiter oben kommt uns ein weiterer Jeep entgegen, es ist ein junges deutsches Pärchen aus Lübeck, wir werden sie später noch einmal treffen.

 

 

 

    

 

    

 

 

Von oben ist dann die Sicht ins Tal und über Stepantsminda wirklich unbeschreiblich. Unbeschreiblich ist dann aber ebenso auch der Weg ins Tal.

 

    

 

Nicht lange und wir sind alle wieder an den Autos versammelt und ab geht die Fahrt in Richtung Süden. Es regnet und die Stimmung sinkt, allerdings nur bis zum Kreuzpass, denn hier beginnt die Sonne wieder vom Himmel zu strahlen und auch an den Temperaturen macht sich das bemerkbar. Noch schnell einige Fotos am Kreuzpass, dann geht es talwärts. Wir halten an den „Aussichtsterrassen“ und sind beeindruckt vom Ausblick aber auch vom „Bauwerk“ selbst.

 

  

                

 

   

 

   

 

   

 

Der nächste Stopp wird erst wieder oberhalb der alten Hauptstadt Mzcheta am Zusammenfluß von Mtkwari (oder Kura) und Aragwi gemacht. Auf einem Vorsprung des Segurani-Bergrückens thront die Dshwari-Kirche. Um 600 an der Stelle erbaut, wo die heilige Nino ein Holzkreuz erbauen ließ. Die Kirche gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 

    

 

    

 

 

 

Natürlich lassen wir auch Mzcheta selbst nicht aus. Wir besuchen nacheinander die Zchoweli-Kirche und das Nonnenkloster Samtawro (4. Jh.) und machen einen Rundgang durch die Stadt. Es beginnt schon zu dunkeln, als wir unsere Fahrt nach Tiflis fortsetzen. Kurz vor der Stadt halten wir an einem Gasthaus, das schon mit Schulabsolventen gut gefüllt ist. Für uns ist zum Glück ein Tisch reserviert. Das kulinarische Highlight heute ist die georgische rote Bohnensuppe mit Maisbrot. Übernachtet wird wieder im „David Sultan Hotel“ in Tiflis.  

 

   

 

   

 

 

   

 

 

 

 

    

 

      

 

 

 

 

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